Big Fat Greek Wedding? Eher Big Fat German Schlamassel…

4. Juli 2011

Nun, Griechen, die Geschenke bringen, und seien es hölzerne Pferde mit fragwürdigem Inhalt, sind bis auf weiteres nicht in Sicht. Denen ist zur Zeit todsicher nicht nach Schenken zu Mute, die haben nämlich grad eine ganz böse Klatsche Realität auf den Döz bekommen. Dr. Huch kennt nicht viele Griechen, aber die paar, die er kennt, sind freundliche, sympathische und hart arbeitende Menschen. Auf sein mit gängigen Klischees unverträgliches Arbeitsethos angesprochen meinte allerdings einer meiner V-Leute “Was denkst Du, warum ich bin weg aus Hellas, ha?”, aber das werten wir jetzt mal als Einzelmeinung.

Auf jeden Fall sollte der teutsche Michel sich mal lieber nicht zu lautstark über die faulen, verschwenderischen, selbstgerechten, wehleidigen oder wahlweise undankbaren Griechen das Maul zerreissen. Würde man ihm nämlich das zumuten, was den Hellenen (oder z.B. auch den Iren) zur Zeit an Sparmaßnahmen auferlegt wird, er würde vor Wut einen seiner Gartenzwerge erschiessen.

Es ist ja nun nicht so, dass Griechenland das einzige Land wäre, wo munter auf Kosten zukünftiger Generationen das Geld zum Fenster rausgeworfen und fröhlich auf Pump gelebt wurde. Schauen wir uns doch mal die deutschen Staatsfinanzen an. Bis Ende 2011 dürften unsere spendierfreudigen Politker (übrigens im Auftrag des Stimmviehs, das man mit Wahlgeschenken an die Urne gelockt hat) die Staatsverschuldung auf deutlich über zwei Billionen (englisch Trillionen, klingt gleich nach noch mehr) Euronen gebracht haben. Das ist verdammt viel Geld, vor allem, wenn man bedenkt, dass kein Schwein weiß, wer das angesichts einer schrumpfenden Bevölkerung jemals wieder zurückzahlen soll. Wir hinterlassen unseren (kümmerlich wenigen) Nachkommen eine gewaltige Erblast.

Da jedes Volk die Regierung bekommt (in diesem Zusammenhang egal ob schwarz, rot oder violett, ernsthaft Sparen können und wollen die alle nicht), die es verdient, kann sich letztlich keiner von uns von Schuld freisprechen. Das perfide daran ist nur, dass dann, wenn die große Scheißebombe mal platzt, die meisten von denen, die es verbockt haben, nach langem Leben in Wohlstand den Löffel abgegeben haben werden. Nach uns die Sintflut, na super.

Worauf ich hinaus will? Wir müßten mindestens so massiv sparen wie unsere irischen, griechischen, isländischen oder portugiesischen Kollegen, wenn wir uns einigermaßen verantwortungs- und ehrenvoll verhalten wollen. Mit einem gewissen Brechreiz erinnert sich Dr. Huch an den alten Spruch der Umweltbewegten “Wir haben die Erde von unsern Kindern nur geliehen”. Wie wahr, wie wahr, seinen Kindern einen riesigen Schuldenberg zu hinterlassen, das scheint das Gewissen der auf die Rente zugehenden 68er nicht sonderlich zu belasten. Für die ist ja noch genug (Kreditwürdigkeit…) da, sollen die Blagen doch sehen, wo sie bleiben, Hauptsache, sie haben ordentlich gelernt, wie man Müll trennt. Darauf noch einen guten Schluck vom toskanischen Roten. Wohl bekomms.

Kurzfassung dieses Artikels:
Selbstgerechte Deutsche sind mindestens genauso zum Kotzen wie korrupte Griechen.


Hasmalneuro?

3. Juli 2011

Der Telegraph ist zwar meist ein übel reaktionäres Tory-Blättchen (daher auch “The Daily Torygraph” genannt), aber der dort ansässige Karikaturist Matt ist einsame Spitze.

Übersetzung erübrigt sich, oder?


Dr. Huch jagt Dr. No

25. August 2010

“NO!”
So ein harmloses kleines unschuldiges Wörtchen und doch so vielseitig…Hier einige Übersetzungen:

Englisch: NEIN!
Spanisch: NEIN!
Italienisch: NEIN!
Thüringisch: JA!
Uschi mach kein Quatsch...
Japanisch: Uff, das wird jetzt etwas komplizierter…
Das no (の) zählt wie seine Kumpel (z.B. ga, wa, ni oder o) zu den sogenannten Hilfspartikeln oder Joshi (助詞). Diese kleinen Viecher trifft man überall, ohne sie ist einem japanischen Satz eigentlich kein Sinn zu entlocken. Für Dr. Huch gilt dies übrigens ohnehin und unabhängig von ihrem Vorhandensein ;-)

Aber zurück zu unserem freundlichen no. no steht immer zwischen zwei Nomen und verbindet diese. Ein Beispiel, das Dr. Huch kürzlich unterkam, entstammt der TV-Werbung. Lauter freundliche Menschen aus der Automobilbranche bekunden in einem Spot ihr Bindung an ihren Arbeitgeber. “My Toyota” sagt die englische Fliessbandarbeiterin, “Mein Toyota” der geschniegelte deutsche Autoverkäufer im Showroom. Und was sagt der japanisch Kollege? Na? Nee, nicht na, der sagt “watashi no toyota”, was nix weiter heißt als…eben…”mein Toyota”. watashi bedeutet “ich” und mit “no” bestimmen wir das zweite Nomen, “toyota” und legen fest, dass es sich hier nicht um irgendeinen, sondern um meinen (bzw. seinen) Toyota handelt. No hat noch viele andere spannende Verwendungen, leider gibt es keine einzige eindeutige, immer passende deutsche Übersetzung, mal bedeutet es “von”, mal “in” mal, ach, das besprechen wir ein anderes mal, ne?

Ne (ね) ist übrigens auch so ein tolles Wörtchen, mit dem sich der umgangssprachlich versierte Norddeutsche sofort anfreunden kann. Wo der Schweizer “odr” sagt, der Südling “gell” oder “gelle”, da nutzt unsereins das schnodderig “ne” für “nicht wahr” und ist damit dem Japaner ziemlich nahe. Ne?


Dr. Huchs Kampf mit der Fremdsprache – zweiter Teil

1. Juni 2009

Es muss eingestanden werden, um Dr. Huchs Selbstdisziplin steht es, nicht nur beim Sprachenlernen, traditionell nicht zum Besten.

Hier einige Werkzeuge, die einem immer wieder klar machen, was man alles noch nicht kann, bzw. dass man eigentlich noch garnix kann:

Dr. Huchs Lernstatus:

  • Hiragana ok mit leichter Einrostungs-Tendenz
  • Katakana so lala (leicht übertrieben)
  • Kanji quasi inexistent
  • Aussprache: vermutlich total daneben, aber mich hört ja keiner ;-)
  • Vokabular: Embryonalstadium
  • Grammatik: katastrophal

Dr. Huchs Kampf mit der Fremdsprache – erster Teil

29. März 2009

Ungeachtet seines biblischen Alters hat sich Dr. Huch entschlossen, endlich ernsthaft in das Erlernen der japanischen Sprache einzusteigen. Verschiedene halbherzige Versuche in der Vergangenheit hinterliessen zwar Bruch- und Versatzstücke einzelner Vokabeln oder grammatikalischer Regeln, aber nichts wirklich nutzbares.

Bisher war der Autor dieser Zeilen der Meinung, sich um das mühselige Erlernen der japanischen Schrift(en!) herumdrücken zu können. Um uns Westlern das Leben möglichst ungemütlich zu machen, haben die Kollegen aus Fernost nämlich die sogenannten Kana-Schriften Hiragana (sieht etwa SO: ひらがな aus) und Katakana (SO: カタカナ) erfunden sowie einige Quadrillionen unterschiedlicher Kanji-Zeichen von den Chinesen geklaut.  Zusätzlich existiert noch die “lateinische” Umschrift Romaji, die einen allerdings nicht wirklich weiterbringt, sobald man sich mit Texten originär japanischen Ursprungs beschäftigt. Nur mit Romaji allein gewinnt man leider keinen Blumentopf, zu dieser Ansicht gelangte nun, spät aber dennoch, auch Dr. Huch.

Nun, es ist ein erster Erfolg zu vermelden, nach einiger Überwindung kann die Hiragana als bezwungen gelten. Damit fangen die japanischen Schulkinder übrigens auch an, die intellektuellen Anforderungen an den Lernenden halten sich also in gewissen Grenzen…

Als hilfreich erwies sich “Die Kana lernen und behalten” von James W. Heisig. Hierbei wird zu jedem Zeichen eine (mehr oder weniger originelle) Story erfunden, die man sich besser als das abstrakte Gepinsel merken können soll. Klappt meistens, allerdings mußte Dr. Huch an einigen Stellen etwas nachhelfen und sich eigene Geschichtlein ausdenken. Für das Zeichen (Fu bzw. Hu) merkt sich “Fusspilz” einfach leichter als “Hustensaft”, weil man bei genauerem Hinsehen an einen zugebenermassen etwas missgebildeten Fuss erinnert wird, aber kein bisschen an Husten oder Saft…

In diesem Sinne: さようなら fürs Erste! (さ=SA,  よ=YO, な=NA, ら=RA)

Ist doch alles gar nicht so kompliziert, oder? oder vielleicht doch? Wir werden sehen, I’ll keep you posted.


Man fragt sich doch…

11. Mai 2008

…ob es eigentlich in Österreich möglich ist, die nicht-gewerbliche Haltung von Sexsklaven in selbstausgebauten Kellerverliesen steuerlich geltend zu machen.

Oder haben wir es hier einfach nur mit einem Volkssport zu tun, der bisher primär im Geheimen gedieh? Trafen sich vielleicht regelmäßig Zirkel von Sklavenhaltern zum Erfahrungsaustausch in der Kneipe “Zum kühlen Grunde”?

Wieviele unregistrierte Westeuropäer leben wohl unter uns, ohne daß wir es ahnen? Nein, ich rede nicht von illegalen Einwanderern, sondern von der sprichwörtlichen Dunkelziffer an irgendwann mal verschwundenen Personen, die statt wie vermutet irgendwo im Unterholz vor sich hin zu vermodern, in lichtlosen Privatkerkern ihr Dasein fristen. Was taucht als nächstes auf? Eine Großfamilie, die seit mehreren Generationen in einem Reihenhaus als Leibeigene gehalten wird? Ein Lustgreis, der sich im Schrebergarten einen zünftigen Harem hält inklusive Eunuchen? Ein vergessener Ehemann, der seit drei Jahren durch einen IKEA-Markt irrt und nur von Köttbullar lebt? Dr. Huch ist gespannt.


Was soll der Quatsch?

23. März 2008

Wieso dichtet Dr. Huch seine Weisheiten, auf die die Welt nicht gewartet hat, plötzlich auf Englisch?

Ganz einfach, es übt ungemein und man bekommt plötzlich auch Feedback von Leuten, die man sonst nicht erreichen würde. Laßt mir halt meinen kleinen persönlichen Beitrag zur Völkerverständigung…

Außerdem war ichs einfach leid, zwei Blogs gleichzeitig zu vernachlässigen, ich kümmere mich jetzt nur noch um einen kaum und ignoriere den anderen komplett ;-)


Remember the times…

22. März 2008

Article moved to my English Blog (HeinrichDerNeunte)

…when sex was fun and skydiving was dangerous? Yes, me too.

Nowadays things are a little more complicated, so Dr. Huch, dirty old man that he is, feels the need to set a few things straight.

A funny yet potentially embaressing misunderstanding when planning Anglo-German intercourse (“Geschlechtsverkehr”, literally translated “sex traffic” ;-) ) involves preservatives. Well, normally you would not expect that food chemistry would be a favorable topic in the bedroom – unless you’re dating a chemist maybe. But the German word for condom happens to be “Präservativ” while preservative translates to “Konservierungsstoff”.

To make things more complicated, a multitude of other names are frequently used for condoms, normally depending on the company your in:

“Kondom” – you would not have guessed, would you?
“Pariser” (Parisian) – yes, the French have a certain reputation in these matters
“Gummi” (rubber)
“Verhüterli” – contraceptorlet (this highly innovative term is (c) Dr. Huch)
“Lümmeltüte” – (bugger bag)
“Präser” – short for “Präservativ”

So, next time you’re in a very intimate mood and someone asks you “Hast Du nen Gummi dabei?” you are well prepared and will know that he or she is not referring to something made by haribo…

By the way: maybe someone can one day enlighten me as to how “condominiums” got their strange name…


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