Dr. Huchs Kampf mit der Fremdsprache – erster Teil

Ungeachtet seines biblischen Alters hat sich Dr. Huch entschlossen, endlich ernsthaft in das Erlernen der japanischen Sprache einzusteigen. Verschiedene halbherzige Versuche in der Vergangenheit hinterliessen zwar Bruch- und Versatzstücke einzelner Vokabeln oder grammatikalischer Regeln, aber nichts wirklich nutzbares.

Bisher war der Autor dieser Zeilen der Meinung, sich um das mühselige Erlernen der japanischen Schrift(en!) herumdrücken zu können. Um uns Westlern das Leben möglichst ungemütlich zu machen, haben die Kollegen aus Fernost nämlich die sogenannten Kana-Schriften Hiragana (sieht etwa SO: ひらがな aus) und Katakana (SO: カタカナ) erfunden sowie einige Quadrillionen unterschiedlicher Kanji-Zeichen von den Chinesen geklaut.  Zusätzlich existiert noch die „lateinische“ Umschrift Romaji, die einen allerdings nicht wirklich weiterbringt, sobald man sich mit Texten originär japanischen Ursprungs beschäftigt. Nur mit Romaji allein gewinnt man leider keinen Blumentopf, zu dieser Ansicht gelangte nun, spät aber dennoch, auch Dr. Huch.

Nun, es ist ein erster Erfolg zu vermelden, nach einiger Überwindung kann die Hiragana als bezwungen gelten. Damit fangen die japanischen Schulkinder übrigens auch an, die intellektuellen Anforderungen an den Lernenden halten sich also in gewissen Grenzen…

Als hilfreich erwies sich „Die Kana lernen und behalten“ von James W. Heisig. Hierbei wird zu jedem Zeichen eine (mehr oder weniger originelle) Story erfunden, die man sich besser als das abstrakte Gepinsel merken können soll. Klappt meistens, allerdings mußte Dr. Huch an einigen Stellen etwas nachhelfen und sich eigene Geschichtlein ausdenken. Für das Zeichen (Fu bzw. Hu) merkt sich „Fusspilz“ einfach leichter als „Hustensaft“, weil man bei genauerem Hinsehen an einen zugebenermassen etwas missgebildeten Fuss erinnert wird, aber kein bisschen an Husten oder Saft…

In diesem Sinne: さようなら fürs Erste! (さ=SA,  よ=YO, な=NA, ら=RA)

Ist doch alles gar nicht so kompliziert, oder? oder vielleicht doch? Wir werden sehen, I’ll keep you posted.

2 Kommentare zu „Dr. Huchs Kampf mit der Fremdsprache – erster Teil

  1. Hast du mal diese kleinen Sonnenschirmchen auseinandergepult? Diese Schirmchen, die in einer Kugel Eis stecken?
    Nein? Dann pul mal oben das Knöpfchen und auch das, was die Speichen zusammenhält auseinander. Du wirst… überrascht sein! 🙂
    (Und stundenlang beschäftigt)
    Ich widme mich dann mal weiter der Erforschung des Kamasutras.
    Was heisst eigentlich „füßeln“ auf japanisch?

    1. Ich wußte nicht, dass „Füßeln“ im Kamasutra (カーマスートラ) vorkommt, man lernt doch nie aus.
      Auf jeden Fall fällt das unter safer sex, bestenfalls Fußpilz 水虫 (mizumushi) kann man sich dabei holen.

      Aus Dr. Huchs Sammlung nutzlosen Wissens:
      脚 ist der Fuß (ashi), ein paar Katakana-Zeichen drangehängt und schon hat man 脚フェチ (ashi fechi), den Fußfetischismus.

      Füßeln hab ich nicht gefunden, das Wörterbuch schlägt 毛屑 (Fussel) vor gg

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